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Beitragvon suchAsearch » Mittwoch 2. Oktober 2013, 16:47

Hallo Mitspieler,

der weibliche Teil in unserem Haushalt hat mir eine Pressemitteilung weitergeleitet. Da geht es um ein Projekt, dass in einigen Teilen Sachsens, mit Geocaches auf die Ereignisse der Friedlichen Revolution aufmerksam machen will. Ob es da mal nicht zu Abstandsproblemen kommt? :mrgreen:

suchasearch

Pressemitteilung:

Pressepräsentation von „Untold Stories“

Wir laden Euch und Sie ein, am Montag, 7. Oktober .2013, 10 Uhr dabei zu sein, wenn der Startschuss zu „Untold Stories“, einem sachsenweiten Projekt zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution 2014 fällt.

Das Projekt basiert auf dem populären, weltweiten Geocaching. In den Städten Leipzig und Bautzen und der Region Dresden und Chemnitz werden dazu auf den Spuren der Friedlichen Revolution in zweitägigen Workshops „Schätze“, also Caches, gestaltet und an GPS-koordinierten Orten versteckt.

Bisher unbekannte Geschichten aus den Stasi-Akten bilden die Grundlage. Das Projekt ist offen für alle, die selber Lust haben Caches zu gestalten oder auf die Suche gehen wollen.
Die Schirmherrschaft über das Projekt teilen sich der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler und der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Christian Schramm.

Mit einer ersten bislang unbekannten Geschichte möchten wir Interessierte mit dem Projekt vertraut machen. Der folgende Text beschreibt eine wahre Begebenheit, die zum ersten Cache, den wir am Montag vorstellen, gehört. Es wäre schön, wenn dieser Text komplett übernommen werden würde. Er endet mit einem GPS-Koordinationspunkt, an dem der erste Cache versteckt ist.

„Störer am Brühl“
Der 2. Oktober 1989 ist ein Montag. In Leipzig am Brühl ist die Stimmung aufgeheizt. Tausende Menschen demonstrieren, viele sind nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche auf die Straße geströmt. Immer wieder sind Sprechchöre zu hören. „Demokratie, jetzt oder nie!“ skandieren die Menschen. Am Brühl stockt der Zug. Eine Polizeikette versperrt den Weg Richtung Dittrichring. Schild an Schild stehen die Spezialkräfte da, und es scheint kein Durchkommen zu geben. Gewaltbereitschaft liegt in der Luft. Die Menschen in den vorderen Reihen rufen den Polizeikräften zu: „Schämt Euch!“ oder „Schließt Euch an!“. Man steht sich gegenüber.
Doch denn gerät etwas in Bewegung.
Eine Straßenbahn nähert sich mit lautem Klingeln. Die Demonstranten bilden eine Gasse, die sie hinter der Tram sofort wieder schließen. Die Polizisten tun es ihnen gleich, öffnen ihre Reihen für die Bahn und werden ausgetrickst: Der Straßenbahnfahrer tritt auf die Bremse, seine Bahn bleibt stehen und sprengt damit die Sperrkette. So ermöglicht er es, den aufgebrachten Menschen, durch die Bahn hinter die überrumpelten Waffenträger zu gelangen. Viele jubeln und klatschen dem couragierten Typen im Fahrerhaus Beifall, alles drängt nach vorn. Bei den Polizeikräften macht sich Ratlosigkeit und Verwirrung breit. Und Angst. Die verbergen sie hinter unbewegten Mienen. Zufrieden schaut der Fahrer den Menschen hinterher. Er riskiert viel, doch gelohnt hat es sich auf jeden Fall.
N51° 20.665 E012° 22.182


Weitere Informationen zum Projekt „Untold Stories“, den Projektpartnern, der dazugehörigen Webseite, die am 7. Oktober 2013 live geschaltet wird und der sachsenweiten Schatzsuche beim Pressegespräch:

Datum: 07. Oktober 2013, 10 bis 11 Uhr

Ort: BStU-Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Teilnehmer:
• Dr. Martin Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages
• Regina Schild, Leiterin Außenstelle Leipzig des BStU
• Reno Rössel, Steinhaus Bautzen
• Sebastian Drechsel, Graffitiverein Leipzig
• Franziska Scheffler, Projektmitarbeiterin Außenstelle Leipzig des BStU
Ablauf:
1. Grußwort des Sächsischen Landtagspräsidenten
2. Kurze Vorstellung des Projektes
3. Vorstellung der Internetseite, die zu diesem an diesem Tag online geht
4. Schatzsuche
5. Catering

Veranstalter:
„Untold Stories“ ist ein Kooperationsprojekt folgender Partner: die BStU-Außenstellen Leipzig, Dresden und Chemnitz, die Sächsische Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig, der Steinhaus e. V. Bautzen und der Graffitiverein Leipzig.

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Re: Konkurrenzplattform

Beitragvon N@T » Dienstag 8. Oktober 2013, 10:36

Eine interessante Idee, bei der ich aber etwas zwiegespalten bin:
EInerseits gefällt es mir, per Cache auf den Spuren historischer Ereignisse zu wandeln. Und diese "untold stories" haben wirklich einen besonderen Reiz.
Andererseits finde ich es nicht so toll, wenn unser Hobby mehr und mehr publiziert wird und nun sogar offentliches Stellen darauf anspringen.
Aber vielleicht bin ich dafür zu sehr ein "ewig Gestriger"...
Die Koordinaten wiederum kommen mir sehr bekannt vor, das riecht schwer nach Abstandskonflikt. Aber der Cache hat ja nichts mit Gropundspeak zu tun :wink:

Im Übrigen war am Wochenende in der LVZ auch ein Artikel über einen GeoCache, der zum Jubiläum der Völkerschlacht erscheinen und in Gruppen von 4 - 10 Personen absolviert werden soll.
Hat aber erst mal nichts mit der "Konkurrenzplattform" zu tun...


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